Unsere Wälder

Deutscher Wald

In diesem Teil erfahren Sie Interessantes über die Entwicklung des Waldes in den letzten Jahren, die wichtigsten Baumarten in Deutschland, welche wichtigen Aufgaben der Wald erfüllt, wem der Wald gehört und wie man sich im Wald verhalten sollte.

In den 70er und 80er Jahren war das Waldsterben ein großes Thema. Dank einem gestiegenen Umweltbewusstsein, Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen, Katalysatoren in Autos und begrenzten Abgaswerten hat sich die Lage in den deutschen Wäldern verbessert.

Einen Grund zum Ausruhen gibt es jedoch nicht. Laut BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) sind ¼ aller Waldbäume krank. Vor allem Schadstoffe aus der Landwirtschaft und aus dem Verkehr setzen dem Wald zu. Aber auch der Klimawandel trägt seinen Teil dazu bei. Durch die gute Arbeit der Förster, Privatwald-Besitzer und der Waldpolitik sind wir auf einem guten Weg zu gesünderen Wäldern.

Ein wichtiges Instrument hierzu ist die sogenannte Waldstrategie 2020 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Hierin sollen die vielen Ansprüche an den Wald konkret formuliert und aufeinander abgestimmt werden, damit der Wald optimal genutzt und erhalten werden kann. Hierzu zählt auch ein gesundes Verhältnis zwischen Reinbeständen und Mischwäldern.

In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bestanden die Waldflächen hauptsächlich aus Monokulturen. Heute jedoch prägt der Mischwald das Bild unserer Wälder. Fast dreiviertel des gesamten Waldbestandes bestehen aus Mischwald.

Und das ist auch gut so, denn Mischwald ist wichtig aus vielerlei Gründen: Zum einen gibt es ökologische Gründe bezüglich der höheren Artenvielfalt von Flora und Fauna. Außerdem sorgen Mischwälder für mehr Stabilität gegen Wind und machen es Schädlingen schwieriger sich auszubreiten. Aus wirtschaftlicher Sicht hingegen sind die Monokulturen nicht grundsätzlich schlecht. Denn ein reiner Fichtenbestand kann effizienter bewirtschaftet werden als ein gemischter Waldbestand. Das setzt allerdings voraus, dass die Fichte auf dem richtigen Standort steht und so bewirtschaftet wird, dass ein stabiler Bestand entsteht der auch stärkeren Stürmen standhält.

Waldsterben

Er ist Heimat für viele Pflanzen und Tiere, wichtiger Rohstofflieferant (Nutzfunktion), gleicht den Wasserkreislauf und das Kleinklima aus, filtert unsere Luft, produziert Sauerstoff und bindet mehr klimaschädliches Kohlendioxid als jedes andere Ökosystem (Schutzfunktionen). Laut der letzten Bundeswaldinventur entlastet der deutsche Wald die Atmosphäre jährlich um 50 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist mehr als die Metropolen Hamburg und Berlin pro Jahr ausstoßen. Außerdem ist der Wald ein Ort wo wir zur Ruhe kommen und einfach mal durchatmen können (Erholungsfunktion).

Funktionen des Waldes

Rund 1/3 der Fläche von Deutschland ist bewaldet, das sind in etwa 11,4 Millionen Hektar, die per Definition Wald sind (siehe Bundeswaldinventur). Demnach zählt unser Land zu einem der waldreichsten Länder Europas bezogen auf die Fläche. Vor allem Nadelhölzer kommen in unseren Wäldern vor. Die Fichte ist mit 28% die häufigste Baumart, gefolgt von der Kiefer mit 24%. Bei den Laubbäumen steht die Buche mit 15% an Platz eins, gefolgt von der Eiche mit 10%.

Spricht man landläufig von Fichten, ist meist die „Gemeine Fichte“ gemeint, bei den Kiefern die „Wald-Kiefer“. Die „Rotbuche“ trägt den fast ausschließlichen Teil bei den Buchenarten und bei den Eichen sind es die „Stiel- und Traubeneiche“.

Dabei lässt sich Deutschland in verschiedene Verbreitungsgebiete gliedern. Die Baumarten haben unterschiedliche regionale Schwerpunkte. Die Fichte hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Alpenvorland bis in die Mittelgebirge. Die Kiefer zieht sich vom norddeutschen Tiefland über Brandenburg bis nach Sachsen. Die Buche ist in allen Wäldern Deutschlands zu finden. Sie wäre auf nahezu allen Standorten die natürlich vorkommende Baumart, wenn man keine aktive Forstwirtschaft mehr betreiben würde. Bekannte Herkünfte für die Eichen sind der Pfälzer Wald, der Spessart und die warmen Tieflagen Deutschlands.

Baumarten Mischwald

Fast die Hälfte befindet sich in privater Hand. Ein Drittel gehört Bund und Ländern und ein Fünftel besitzen Gemeinden, Städte und andere öffentliche Körperschaften.

Eigentümer des Waldes

Wussten Sie schon, dass es in jedem Bundesland Waldgesetze gibt? So stehen uns als Waldbesuchern die Wälder zur Erholung offen, ganz gleich wem diese gehören. Trotzdem müssen wir uns an gewisse Regeln halten. Während Holzfällarbeiten werden zu unserem Schutz die Waldwege gesperrt, meist Plakaten wie rechts zu sehen. Auch wenn Sie keine Motorsäge hören, kann es gefährlich werden. Es können hängengebliebene Bäume oder Äste herabstürzen. Außerdem ist das Fahrradfahren oder Reiten meist nur auf Fahrwegen gestattet (keine Fußpfade oder Rückegassen). Hundebesitzer sollten bedenken, dass sie sich strafbar machen können, wenn sie ihren Hund jagen lassen. Für die Raucher ist zu beachten, dass je nach Bundesland ein Rauchverbot im Wald herrschen kann.

Wussten Sie das alles bereits? Wir denken, dass es gut ist, sich solche Dinge immer wieder bewusst zu machen. Gerne können Sie diesen Tipp vom Profi weitergeben an Kollegen oder Freunde, die vielleicht ein paar wichtige Dinge über unsere grüne Erholungszone noch nicht wussten. Und im nächsten Teil vertiefen wir das Thema Baumkunde.

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Quellen

wald.de, bundeswaldinventur.de, wikipedia.org/wiki/Waldsterben, bundesregie-rung.de, sat1.de/news/video, Der Forstwirt 5. völlig neu bearbeitete Auflage

Unsere Wälder

Unsere Wälder als PDF

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